Die Zeit des Skorpions ist oft schmerzlich. Und dennoch auch geheimnisvoll und vielversprechend. Venus und Merkur in Rückwärtsbewegungen, was kann da zurückkommen, welche Leidenschaft klopft an? Welche Erkenntnis nehmen wir mit?
Auch ich hatte die Idee und den Wunsch etwas zu retten, zurückzuerobern, was mir so wichtig war in den letzten Jahren. Und musste doch einsehen, dass bei zu vielen Läsionen, sprich Verletzungen, keine Ganzheit mehr entstehen kann. Es gibt diese schöne Metapher der gesprungenen Tassen, die mit Gold repariert werden. Dies erfordert Hingabe, Vertrauen und Liebe. All dies fehlte mir für den Vergoldungsprozess.
Doch der November beginnt ja erst und die Reise der beiden oben genannten dauert noch länger an. Mich begleiten Freude und Neugier, aber auch Trauer und Schwere in den neuen Monat hinein.
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Am Donnerstag, den 5. November um 19 Uhr, ist Zeit für Deine Fragen, Wünsche und Ideen rund um die Astronews. Was gefällt Dir, was fehlt Dir, welche Themen beschäftigen Dich? Ich freue mich auf den Abend mit Dir!
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Es erfordert Mut und starke Manifestationskräfte, um dem Novemberblues zu entfliehen. Venus und Merkur befinden sich noch immer in der Rückläufigkeit und die Erinnerungen, Sehnsüchte, Wünsche und Vorstellungen prasseln nach wie vor auf uns ein. Wie es einmal war, wie es sein könnte, Vergangenheit mischt sich mit dem Konjunktiv. Das Unterste dringt nach oben, vielleicht unbequeme Wahrheiten, die wir immer versuchten wegzudrücken.
Global wird rebelliert, Wetterphänomene verschlagen uns die Sprache. Wie halte ich mein Lämpchen oben, ohne auf alles, was Verdrängung verspricht, zurückzugreifen? Rückläufigkeitszyklen bedeuten in der Astrologie, die Phase der Integration. Wir vertiefen Fähigkeiten, oder verarbeiten Erkenntnisse. Ein Garten, der immer umgegraben wird, kann keine Blüte hervorbringen. In der Phase des Skorpions graben wir noch einmal sehr tief und lassen den Acker dann ruhen, fluten ihn, bewässern, verarbeiten, verabschieden, retten, begegnen unseren eigenen und den Schattenseiten anderer.
Ein Leben voller Leidenschaft, wir müssen unsere Gefühle fluten, hervorbringen, zeigen. Nicht selten geraten wir in dieser Zeit mit unserem Nervensystem in ungute Zustände. Das Wichtigste in diesem Monat, der auch viele wundervolle Konstellationen schenkt, ist es, den sogenannten „Default Mode Network“ Bereich unseres Gehirns zu aktivieren. Äußere Reize vorübergehend abzuschalten, zu reflektieren und damit unsere Kreativität zu schützen und zu aktivieren. Das Fruchtbarste und vielleicht auch Schwierigste, da wir uns häufiger im Angstmodus befinden. Oder unbedingt machtvoll etwas zurückerobern wollen. Bis Mitte November finden wir tatsächlich verlorene Schätze wieder. In Form von Lieblingstätigkeiten, oder Menschen. Wir verabschieden uns von jenem, was uns dauerhaft triggert und zu keiner Lösung kommt. Wir sehen endlich, was wir vorher ausgeblendet haben. Somit kann sich ein neuer, aufregender Weg zeigen.
Denn kaum beenden Merkur und Venus Ihre Rückläufigkeiten, tritt Mars mit Jupiter in Verbindung. Noch dazu im Zeichen Löwe, Mehr Mut geht nicht, mehr Wille und Kraft kann nicht zusammenkommen. Ich werde mich in dieser Zeit voraussichtlich wieder Richtung Berlin aufmachen, und quer mit meinem Hund durch Europa reisen, darauf freue ich mich sehr.
Arroganz, Selbstüberschätzung und narzisstische Überdosierungen mögen diese Konstellation als Nebenwirkung etwas schwächen. Doch nach der langen und auch intensiven Verbindungsphase, Bindungsintensität, erleben wir eine Art Befreiung und Entfesselung unserer ureigenen Schöpferkraft. Was sich global als mutiger Rebellenschritt zeigt, erscheint nun auch in unserem privaten Leben. Entwicklungsschub anstelle des Novemberblues. Zuversicht und ein starker Richtungswechsel zeigen sich folgerichtig, wenn die Sonne ins Zeichen Schütze wandert. Und beim kommenden Vollmond am 24. November die aufregenden neuen Informationen nur so auf uns einprasseln.

Nun könnten sich die Ereignisse so rasant beschleunigen, dass uns zum Nachdenken keine Zeit mehr bleibt. Warum auch, die Rückläufigkeit war zum Innehalten da, der Startschuss ist Mitte November. Ein neuer Schritt in ein neues Kapitel. Immer mehr wird klar, es ist nun anders, anders ist neu, anders bedeutet Unkenntnis, anders bedeutet, wir brauchen Neugier und Mut.
Zum Ende des Monats zeigt sich zum dritten und letzten Mal die eigene Verletzlichkeit, in Bezug auf den zwischenmenschlichen Umgang miteinander. Und auch hier gilt es, Konsequenzen zu ziehen. Konsequent zu sein bedeutet auch, liebevoll und mitfühlend zu bleiben. Der November hat so viele schillernde unterschiedliche Phasen, dass er aus kosmischer Sicht nicht grau sein kann. Doch ruhig ist er auch nicht.
Herzlichst,
Kirsten.
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